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Der 77-Jährige ist ein jahr nach seinem Herzinfakt immer noch täglich auf dem Vereinsgelände und engagiert sich für den Fußball in seiner Wahlheimat.
| Normalerweise stehen im Sport die Aktiven im Rampenlicht. Die neue Serie der Mittelbadischen Presse "Menschen, die was bewegen" richtet den Fokus auf diejenigen, die im Hintergrund arbeiten, machen, tun - ohne die der Sport in der Ortenau so nicht möglich wäre. |
Die Wände des liebvoll eingerichteten Vereinsheims des SV Gengenbach sind geschmückt mit Mannschaftsfotos von den Anfängen bis heute. Ein herzliches "Salle Hannes" schallt durch den Raum aus dem Munde des Vorstandsvorsitzenden Josef Braun. Seine Begrüßung gilt Johannes Biste, von allen im Verein nur freundschaftlich "Hannes" genannt. "Das Kameradschaftliche war mir immer wichtig. Mich dürfen alle dutzen", erklärt der 77-jährige gelernte Maler, der vor seiner Pensionierung als Betriebshandwerker im Pflegeheim Fußbach gearbeitet hat. Seit 1951 - damals als Spieler in der A-Jugend - gehört Biste dem SVG an, kein Wunder, dass er auf fast jedem Foto der vereinseigenen "Ahnengalerie" zu sehen ist. Nach seiner aktiven Laufbahn hat Biste vom Jugentrainer, Jugenleiter,
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Platz-, Ball- und Zeugwart bis hin zum Spielausschuss und zu seinem heutigen Posten als Mädchen- und Frauenkoordinator den Fußball in Gengenbach über vier Jahrzente geprägt und vorangebracht. "Manchmal wundere ich mich schon, wie ich das alles geschafft habe", gibt Biste zu. Seit seinem Herzinfakt vor einem Jahr, den er auf dem Weg zum Sportplatz erlitt, tritt das Ehrenmitglied etwas kürzer. "Ich bin immer noch jeden Tag auf dem Vereinsgelände und am Wochenende bei den Spielen dabei. Ich gehöre einfach dazu und ganz ohne könnte ich nicht", beknnt der gebürtige Breslauer (Polen), der 1950 aus der Nähe von Dresden in einer Nacht- und Nebel-Aktion aus der DDR abgehauen ist und seitdem on Gengenbach lebt. Noch heute pflegt er beste Beziehungen zu seiner schlesischen Heimat, die er fast jährlich besucht, um unter anderem Ball- und Trikotspenden an einen befreundeten Fußballverein zu übergeben. Der Fußball zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Kein Wunder, dass "Hannes" seine Ehefrau Cecilia bei einem A-Jugendspiel des SV gengenbach kennenlernte, wo sie mit ein paar Freundinnen unter den Zuschauern war. Noch heute hilft die gelernte Damen-Schneiderin bei der Reparatur von Trikots, Hosen und Stutzen. Zu seiner ersten ehrenamtlichen Tätigkeit beim SVG kam Biste 1968 eher zufällig. "Der Trainer der D-Junioren kam nicht. Dann bin ich halt eingesprungen und seitdem dabeigeblieben", blickt der leidenschaftliche Fußballer zurück.
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